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Antikes Holzspielzeug

Veröffentlicht von am 23. September 2009 – 11:47Keine Kommentare

Holzspielzeug, Foto:© Erik Schumann - Fotolia.com

Holzspielzeug, Foto:© Erik Schumann - Fotolia.com

Älter als alle Ideen und Gesetze, die schriftlich festgehalten wurden, ist die kulturelle Äußerung des Menschen in Form von Spielen.
Weder an irgendeine Altersbegrenzung noch an einen bestimmten Stand gebunden ist das Spiel schon lange als kreative Freizeitbeschäftigung bekannt.

Geschichte des Spielzeugs

Bereits knapp 3000 Jahr vor Christus empfanden die Menschen eine große Freude an verschiedenartigen Konstellationen des Zufalls oder einfacher mathematischer Zusammenhänge. Die Funde aus damaliger Zeit zeigen eine künstlerisch hochwertige Verarbeitung primitiver Gegenstände: es wurden Brettspiele mit Muscheln, Perlen und wertvollen Steinen verziert gefunden. Hieran lässt sich leicht erkennen, dass sowohl früher als auch heute der natürliche und nachwachsende Rohstoff Holz eine bedeutende Rolle in der Herstellung von Spielzeugen darstellt.

Vom Brettspiel bis zum Puppenhaus – Spielzeug aus Holz

Bei Mädchen und Jungen gleichermaßen beliebt waren (und sind) im Bereich Holzspielzeug vor allem Schaukelpferde. In allen Größen und Variationen: egal ob mit Fell-Imitat oder ganz natürlich ohne jegliche Verzierung, ob mit Sattel und Zaum-Zeug oder einfach mit einer gefeilten Aushöhlung auf dem Rücken des Pferdes – je nach Belieben des Kindes und Geschicklichkeit des Schreiners konnten die Wünsche bereits vor Jahrhunderten ganz individuell erfüllt werden. Neben dem Schaukelpferd waren in der Antike einfache Brettspiele, wie z. B. Schach, sowie Holzbausteine, mit denen kreative Kinderhände Türme, Häuser oder Burgen bauen konnten, sehr weit verbreitet. Einer der wichtigsten Vorteile der lang haltbaren und robusten Holzspielzeuge war, dass so auch arme Leute ihren Kindern eine Freude machen konnten: das kostenlose Holz war in den vielen Wäldern reichlich vorhanden und an handwerklicher Fähigkeit haperte es bei den meisten einfachen Leuten ebenfalls nicht.

Bei vielen Antiquitätenhändlern kann man deshalb heute noch die schönsten Kunstwerke vom Puppenwagen und dem Puppenhaus für Mädchen über das Holzsteckenpferd und die Eisenbahn für Jungen bewundern.

Im Zuge der Industrialisierung und durch den bürgerlichen Aufschwung bis hin zum Wohlstand, gründeten sich ab dem 18. Jahrhundert immer mehr Unternehmen, die sich bis heute mit der Produktion von Spielzeugen unterschiedlichster Art beschäftigten.

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