Antikes Porzellan

Porzellantasse, Foto:© Ina Schönrock - Fotolia.com
Dennoch gibt es Menschen, die immer noch ein Fable für „Altes“ haben: die Antiquitäten-Sammler. In ihrer Gemeinschaft ist vor allem antikes Porzellan sehr gefragt.
Kunstvolle Gefässe aus Ton
Bereits vor Christi Geburt hatten sowohl die alten Griechen, Römer wie auch die fernen Asiaten die Kunst und Wertigkeit des Porzellans für sich entdeckt. Es wurden zwar bei vielen Ausgrabungen nur noch Bruchstücke gefunden, dennoch konnte man sich anhand dieser kreativ verzierten Tongefäße, Vasen oder Teller ein ungefähres Bild der hohen handwerklichen Kunst einfacher Leute machen.
Von Ton zu Porzellan
Diese Kultur entwickelte sich immer weiter. Besonders zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert kann man einen Schwerpunkt im Entwicklungs-Fortschritt erkennen. Hier verfeinerte sich die Handwerks-Kunst und es wurde aus dem schweren Ton ein immer feineres Porzellan.
Modernes Porzellan in Deutschland
Von nun an findet man neben vielen teilweise kitschig aber äußerst bunt gestalteten und meist mit Goldrändern versehenen Wandtellern bei den wohl bekanntesten Porzellan-Herstellern Hutschenreuther, Rosenthal und Meissener Porzellan auch diverse Vasen, Teekannen sowie ganzes Kaffeegeschirr. Dieses wurde oft mit viel Liebe zum Detail mit den unterschiedlichsten Mustern, wie zum Beispiel Blumen, aber auch mit dem berühmten „Zwiebelmuster“ versehen. Nach Vorlage von fernöstlichen Schmuck- und Dekorationsstücken wurde das Zwiebelmuster Mitte des 18. Jahrhunderts, vor allem in Meißen, überarbeitet und anschließend weiterentwickelt. Es war besonders in den wohlhabenden Kreisen ein verbreitetes „Must-Have“ ein Service mit dem blauen Muster zu besitzen, da es als besonders edel und vornehm galt.
Hauptsächlich im 19. Jahrhundert, als die Porzellan-Industrie nach einer kleinen, kurzen Flaute wieder etwas auf blühte, bekamen Dekorationsartikel, wie stilvolle Vasen und sogar Lampen, eine sammlerisch ansehnliche Bedeutung. Hier natürlich allen voran die berühmten Hummel-Figuren, die auf Grund ihrer Herstellung in aufwändiger Handarbeit, bis heute einen teilweise einmaligen und nahezu unbezahlbaren Sammlerwert besitzen.
